Dass es mit der deutschen Sprache langsam bergab geht, dürfte sich ja langsam rumgesprochen haben. So hat ja nicht nur schon Bastian Sick (alias Zwiebelfisch auf SpiegelOnline) festgestellt, dass der Genitiv zugunsten des Dativs ausstirbt. Was ich allerdings immer häufiger beobachte ist, dass auch die Fragewörter nicht mehr richtig gebildet werden. So ist es mittlerweile üblich, umgangssprachlich nicht mehr „weswegen“ sondern „wegen was“ zu fragen. Oder „nach was“ statt „wonach“. Bei kleinen Kindern kann ich das ja noch verstehen, aber was lernen denn die größeren Kinder in der Schule? Haben die keinen Deutschunterricht mehr? Wird kein „Faust“ oder „Deutschland – ein Wintermärchen“ mehr gelesen? Und dies setzt sich in der Welt der (vermeintlich) Erwachsenen auch durch. Ist es denn so schwer, mehr als nur die simplen Fragewörter „was, wie, wo, wer und warum“ zu beherrschen?
Dass diese Fragewort-Verunstaltung in der Umgangssprache seinen Niederschlag findet, wird meiner Meinung nach auch durch eine schlechte Synchronisation der Filme in Fernsehen und Kino provoziert. Allem voran die englische Übersetzung. Zwar ist es im englischsprachigen Raum üblich, „with what“ zu fragen, allerdings heißt es auf deutsch „womit“ und nicht „mit was“. Auch die Nachrichtensprecher auf den privaten Kanälen scheinen während ihrer (hoffentlich) journalistischen Ausbildung keinen Deutschkurs belegt zu haben. Eigentlich müsste man die Tagesschau dafür loben, dass dort noch gehobenes Deutsch gesprochen wird. Ich tue es aber nicht, da mir der Verein zu teuer ist und ich für die Menge Geld das gute Deutsch einfach erwarte.
Und für alle, die die richtige Übersetzung kennen lernen wollen, hier mal eine kleine Liste. Für Ergänzungen wäre ich dankbar.
- mit was – womit
- wegen was – weswegen
- nach was – wonach
- um was – worum
- auf was – worauf
- gegen was – wogegen
- durch was – wodurch
- zu was – wozu
- für was – wofür
- in was – worin
- unter was – worunter
- an was – woran
- aus was – woraus
- während was – wobei
- wegen was – weshalb
- von wo – woher
Tuten tun Autos.
Wollt ich nur mal los werden.
Von: zappi am 12. August 2007
um 8:45
Ich wusste, dass das kommt…
Glaub mir, beim Schreiben dachte ich: „Ob sich darüber jemand beschwert?“ Und nu isses soweit. Und das von dir.. *buhuhu*
Ich lass es trotzdem so (und tute ein wenig).
Von: schwupi am 12. August 2007
um 11:38