Archive for Oktober, 2006

Bush dreht ganz durch

Nicht, dass er vorher schon mit den Nerven durch war, aber als ich diesen Artikel im Spiegel-Online gelesen habe, ist mir erstmal das Kinn auf die Tastatur gefallen. Wie kommen diese Ärsche dazu, sich zu Alleinherrschern des Universums zu erklären? Ganz still und heimlich wurde am 7.10.06 ein Dokument im Internet veröffentlicht, welches die neue Ausrichtung der Weltraumpolitik erklärt.

Aber eigentlich ist dies ja nur der logische nächste Schritt, um die militärische Doktrin auch auf den Weltraum auszuweiten und die “Interessen der USA” zu verteidigen. Präventiv, sozusagen…

Ich muss kacken…

Kostenlos, gratis oder umsonst?

Wie heißt es denn nun richtig? Ist eine Ware kostenlos, gratis oder sogar umsonst?

Ich stelle immer wieder fest, dass meine lieben Mitmenschen und -menschinnen diese kleinen Adjektive durcheinander wirbeln. Eigentlich sollte es doch ganz einfach sein:

“Kostenlos” bedeutet, dass mir keine Kosten entstehen.

“Umsonst” ist etwas, wenn daraus kein Nutzen resultiert.

“Gratis” kommt vom lateinischen “gratia” und bedeutet “zum Dank”, was also vermuten lässt, dass man ein Dankeschön erhält. Einen Dank kann man aber erst erhalten, wenn man schon etwas gemacht (gekauft) hat. Also ist etwas gratis, wenn ich es “dazu” bekomme. Demzufolge kann ich eine Sache niemals alleine gratis bekommen.

Bestes Beispiel für den Unterschied zwischen kostenlos und umsonst: Meine Schulbildung war kostenlos, deine war umsonst.

Bis auf’s Blut?

Ich habe gestern bei Stern.TV einen Bericht über den Boxer Arthur Abraham gesehen. Dieser hatte sich in Runde vier seines Kampfes zur Verteidigung seines Weltmeistertitels den Kiefer doppelt gebrochen und trotz dieser Verletzung noch bis zum Ende der zwölf Runden weitergeboxt. Seinen Titel konnte er verteidigen, musste jedoch nach dem Kampf notoperiert werden.

Beim Anblick seiner zerbrochenen Fratze während des Kampfes habe ich mich gefragt, was das noch mit Sport zu tun hat. Und im Interview mit Günther Jauch meinte er, dass er seinen Titel eben verteidigen musste, da waren ihm die Schmerzen egal. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit einem gebrochenen Kiefer überhaupt noch etwas machen könnte. Und dann hat er nach Runde vier immer noch eine nach der anderen in seine Maske bekommen. Sein Manager meinte nur trocken, dass die Operation am Kiefer sowieso die gleiche gewesen wäre, ob er nun nach Runde vier oder zwölf ins Krankenhaus eingeliefert worden wäre.

Was ist das für ein Signal an unsere Gesellschaft, wenn man sich schon live im Fernsehen anschauen kann, wie man einen Menschen halb zum Krüppel boxt und der trotz massivster Verletzungen und seiner Gesundheit zuliebe nicht aufgibt? Kämpfe bis zum Tod? Nun ja, Boxen ist ein harter Sport und ich fürchte, die hätten den Kampf nicht ausdiskutieren können, aber dass sich da einer so dermaßen die Fresse einhauen lässt, kommt eher der Mentalität “meine Ehre ist mir wichtiger” gleich.

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